Moment mal - Meiling

Schaut hin!

unter diesem biblischen Leitwort  beginnt am 13. Mai der III. Ökumenische Kirchentag. Mehr als 100.000 Menschen aus den verschiedenen Konfessionen und Kirchen aller Welt waren eingeladen zum großen Fest des Glaubens. Lange Jahre der Planung gingen dem Fest voraus. Nach den beiden Ökumenischen Kirchentagen Berlin 2003 und München 2010 sollten in Frankfurt noch einmal neue ökumenische Wegmarken gesetzt werden.

Das biblische Leitwort „schaut hin“ steht im Evangelium der Speisung der Fünftausend. Als die Jünger beklagen, dass da im Volk kaum genug zu essen sei, erwidert Jesus „geht und schaut hin“.

Kirche der Zukunft soll nicht für sich bleiben, sondern aufbrechen zu den Menschen und wahrnehmen, was da ist und was gebraucht wird. Nur so wird Kirche zukunftsfähig sein. Nicht wegsehen, genauer hinschauen, sich nicht von den eigenen Sehgewohnheiten besänftigen lassen.

Das Plakat des Kirchentags nimmt diesen Impuls auf. Wie immer, ist es umstritten. Man muss schon genauer hinschauen, scharf stellen, um zu begreifen.

Sicher wäre es ein spannendes und fröhliches Fest geworden – wenn uns Corona nicht einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht hätte.

„Digital und dezentral“ lautet jetzt der Rahmen der Veranstaltung. Über die Internetseite www.oekt.de können Interessierte kostenfrei an den verschiedenen Angeboten der Kirchentages teilnehmen.

Aber ist das noch Kirchentag? Kein gemeinsamer Gesang in überfüllter U-Bahn, keine bunten und freundlichen Begegnungen mit wildfremden Menschen, keine öffnenden Irritationen durch absichtslose Begegnungen mit unbekannten Themen…

Vieles wird fehlen und da ist eine große und schmerzhafte Lücke bei all denen, die in der Vergangenheit gern und mit großem Gewinn an Kirchentagen teilgenommen haben.

Aber es gibt Licht am Ende des Tunnels, beginnenden Grund unter unseren Füßen. Sieh auf, schau hin, was geht.

Schalt ein und nimm teil. Digital, auch hier aus Pulheim. Einen kleinen Schnipsel musikalisacher Art präsentieren wir aus der Kreuzkirche hier schon einmal

„Schaut hin, Gott ist da“ auf YouTube KirchePulheim

Und freue dich auf das, was da kommt. Nürnberg 2023, Hannover 2025 und ja … Düsseldorf 2027.

So Gott will und wir leben.

Ihr Volker Meiling