Suche den Frieden

Ein bisschen Frieden gibt es nicht …

Die Losung für das neue Jahr geht vielleicht aus diesem Grund aufs Ganze.
„Suche Frieden und jage ihm nach!“ (Psalm 34,15)

Frieden ist nicht selbstverständlich da. So war es schon zu biblischen Zeiten. Wir müssen ihn suchen. Aber manchmal ist das noch nicht genug. Frieden erfordert unseren ganzen Einsatz. So wie ich dem Dieb hinterher spurte, der mit meiner Handtasche das Weite sucht, muss ich dem Frieden nachjagen, damit er nicht verloren geht.

Ich empfinde die Losung als deutliches Wort in unserer unfriedlichen Zeit!
Zu den ersten Nachrichten des neuen Jahres gehörten die Ereignisse, in den es zu Gewalthandlungen zwischen Asylbewerbern und der deutschen Bevölkerung kam. Wieder Wasser auf den Mühlen der unterschiedlichen Lager, in die sich unsere Gesellschaft aufgeteilt hat.
Wie weit wir uns vom Frieden entfernen, haben wir mit in der Hand.

„Suche Frieden und jage ihm nach!“ – Was kann eine Jahreslosung dem entgegensetzen?

Ein bisschen Frieden gibt es nur im Schlager. Das Bildmotiv zur Jahreslosung von Stefanie Bahlinger meint den vollkommenen Frieden. Dafür steht das weiße Kreuz im Vordergrund. Es verbindet Himmel und Erde, Mensch und Mensch miteinander.

Menschen – so verschieden und bunt wie die Farben des Regenbogens - haben sich gemeinsam auf den Weg zur Stadt Gottes gemacht. Von dort soll der Friede ausgehen, so die Verheißung der Propheten.
Und schon jetzt spiegeln die Farben des Regenbogens etwas davon wieder. Die bunten Farben sind vom Himmel auf die Erde gekommen.

Unterwegs zum Frieden erleben wir friedvolle Momente. Wir sprechen mit Menschen, die anders sind als wir – und lassen einander gelten. Wir sind zu-Frieden, auch wenn wenig perfekt ist. Diese kleinen „Bonbons“ machen Lust auf mehr.

Wir wünschen Ihnen und Euch allen ein möglichst friedvolles neues Jahr

Sabine Petzke