Hirtenbrief zurWahl

Hirtenbriefe gibt es meines Wissens ja in unserer evangelischen Kirche nicht. Und doch kommen wir manchmal in Situationen, in denen Kirche den Gläubigen bindende Ratschläge erteilen möchte. Sonntag, der 24. September ist so ein Tag, denn da findet die Wahl zum nächsten Bundestag statt. Im Grunde sollte es selbstverständlich sein, das demokratische Wahlrecht auszuüben und zur Wahl zu gehen. Ist es aber leider nicht. Politikverdrossenheit und Unzufriedenheit mit der Gesamtsituation (was immer man drunter verstehen möchte) führen zu einer geringen Wahlbeteiligung. Und die stärkt bekanntermaßen die kleinen und damit in unserem Fall radikalen Parteien. Konkret ist das die AfD, die Alternative für Deutschland.

Da sei noch einmal darauf hingewiesen, dass die Evangelische Kirche im Rheinland einen Unvereinbarkeitsbeschluss gefasst hat. Wer für die AfD kandidiert, kann kein kirchliches Amt bekleiden. Denn die AfD vertritt rassistische und menschenfeindliche Positionen, die mit den christlichen Grundüberzeugungen unvereinbar sind.

Daraus lässt sich sehr wohl eine deutliche Wahlempfehlung der Evangelischen Kirche im Rheinland ableiten. Und die lautet zunächst: Geht am 24. September wählen. Und darüber hinaus sollt ihr wählen dürfen, was ihr wollt, aber eben nicht die AfD. Ob nun schwarz oder rot, gelb oder grün oder dunkelrot, das ist völlig gleich. Nur eben nicht AfD.

Dem möchte mich in vollem Umfang anschließen und wünsche einen gesegneten Wahlsonntag

Ihr
Volker Meiling