Konfirmation

Können Sie sich noch an Ihre Konfirmation erinnern? Ich kann es noch sehr gut. Und das, obwohl die Feier jetzt schon vierzig Jahre zurück liegt. Ich kann mich erinnern an die schicken Klamotten, die ich unbedingt tragen musste, an die feierliche Anspannung, mit der wir alle nach vorn gegangen sind. Und an den festen Händedruck meines Religionslehrers und Presbyters, als er mir meinen Konfirmationsspruch zusagte: Psalm 111, 2 Groß sind die Werke des HERRN; wer sie erforscht, der hat Freude daran.

Untersuchungen und Befragungen sagen aus, dass Evangelische ihr Verhältnis zu Kirche und Glauben oft an wichtigen lebensgeschichtlichen Wegmarken festmachen und dass die Konfirmation und der vorherige Unterricht für viele die entscheidende Wegmarke schlechthin ist. Ist das bei Ihnen auch so?

An den beiden Wochenenden Jubilate und Kantate werden in den drei Gemeindebezirken der Kirchengemeinde Pulheim 77 Konfirmandinnen und Konfirmanden eingesegnet. Hinter ihnen liegt ein meist spannendes gemeinsames Jahr des Unterrichts. Am Sonntag wird man sie kaum wiedererkennen, denn sie werden durch ihre Kleidung und durch ihr Auftreten erkennen lassen, dass sie wirklich den Kinderschuhen entwachsen sind. Wir dürfen hoffen, dass sie den Konfirmandenunterricht und damit verbunden den Glauben an den Gott der Liebe und den Boten Jesus Christus in guter und in tragfähiger Erinnerung behalten werden.

Den Glauben in guter Erinnerung behalten und darauf vertrauen, dass er trägt. Wie ist das bei Ihnen?

Ich habe nach der Konfirmation weiter den Kontakt zur Kirche gesucht, bin auf meinen ersten Kirchentag gefahren und habe irgendwann für mich entschieden, dass das alles genau mein Ding ist. Bis heute habe ich diesen Schritt nicht bereut. Groß sind die Werke des HERRN; wer sie erforscht, der hat Freude daran.


Ihr Volker Meiling