Reformation

"Die Liebe macht die Dinge süß, die sonst bitter sind, wertvoll, die nichtig sind, hoch erhaben, die verachtet sind." (Martin Luther)

Weiß Gott hat Martin Luther es in seinem Leben nicht immer leicht gehabt. Bitterkeit, Verachtung, Anfechtung. Das alles nahm in seinem Leben einen großen Platz ein.

Seine Tochter Elisabeth stirbt kurz nach der Geburt, die Pest ging in Wittenberg um, allem Anschein nach musste Familie Luther, die Ehe mit der ehemaligen Nonne Katharina von Bora wurde als anrüchig angesehen, zunächst mit ziemlich wenig Geld auskommen.

Martin Luther hat in jenen Jahren nicht voraussehen können, dass sich seine Sache des Evangeliums so gut entwickeln würde. Oft war er von Krankheit und auch Depression geplagt.

Trotzdem konnte er in seinen Predigten und Schriften so tröstliche Worte finden und Menschen aufrichten, ihnen Kraft und Lebensmut geben.

Es ist die Liebe in der Mitte seines Denkens und Fühlens, die ihn dazu ermächtigt. Die Liebe Gottes, der kein ferner, zürnender, strafender Gott ist, sondern ein Gott der so sehr liebt, dass er alle Gräben überwindet, um unter uns zu sein.

Deshalb stehen Herz und Kreuz in der Mitte der Lutherrose. Symbol für die Liebe Gottes, Symbol dafür dass Gott uns als Liebe begegnet, dass Gott Liebe ist.

Darin wird das Bittere süß und das Nichtige wertvoll, das Verachtete hoch erhaben, weil es liebenswert ist.

Werden kann…, müsste man wohl sagen, denn es ist ein langer und schwieriger Weg, der von uns viel Übung und Herzensweite verlangt, uns so sehr von der Liebe leiten zu lassen.

Doch soll dieser Satz nicht als Forderung an uns ausgesprochen sein, an der wir möglich scheitern, sondern als Wegweisung und Landkarte durch enttäuschende, bittere und traurige Momente unseres Lebens. Die durch die Liebe verwandelt werden können.

Einen gesegneten Reformationstag wünscht Ihnen

Volker Meiling