Frohe Weihnachten

Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids.

Die Weihnachtsgeschichte des Lukas erzählt uns Menschen von der Menschwerdung Gottes in dem Kind in der Krippe im Stall von Bethlehem. Eine wunderschöne Geschichte voller reicher Bilder. Eine Geschichte der Welt im Zustand der Hoffnung und des Aufbruchs. Gott in einem Kind.

Die ganze Widersprüchlichkeit religiöser Hoffnung wird in diesem Stall deutlich. Ist Gott wirklich, warum kommt er dann nicht mit Macht und Heer und Kraft und ändert die Verhältnisse? Die Welt hätte es bitter nötig. Damals wie heute.
Warum kommt Gott stattdessen in einem Kind zur Welt? Symbol der Schutzbedürftigkeit und der Ohnmacht. Aber auch der Entwicklungsfähigkeit.

Gott hat längst begriffen, dass er diese Welt in all dem, was Gottes Willen immer wieder widerspricht, nicht durch kluge Gedanken, strenge Regeln und gerechte Strafen verändern kann.
Nein.

Der Weg, die Welt endlich zu verändern und zu einem gottgefälligen und menschenwürdigen Ort zu machen, führt allein über die Herzen der Menschen. Allein die Kraft des Herzens vermag uns Menschen auf dem Weg zum Reich Gottes zu führen.

Wir wissen aus der Erkenntnispsychologie von der Kraft der Emotion. Der Mensch lernt und behält allein, was er „verinnerlicht“ hat durch die Kraft der Gefühle.
Gott weiß das. Gott hat uns erschaffen.

Deshalb kommt Gott in der Weihnachtsgeschichte des Lukas als Neugeborenes auf die Welt. Um unsere Herzen zu berühren und zu erfüllen mit der Kraft seiner Liebe. der einzigen Kraft, die die Welt verändern kann. Und wird.

Denn damals wie heute wartet die Welt darauf, dass Gott unter uns groß wird. In Worten und Taten der Liebe.

Ein gottgesegnetes Fest der Liebe wünscht Ihnen

Ihr Volker Meiling