Es war mir ein Vergnügen

Gott ist es ein Vergnügen, uns Menschen in seiner Schöpfung leben zu lassen und zu versorgen

Gerade nach den heißen Sommertagen wird uns bewusst, wie sehr wir vom Klima und der Natur abhängig sind. Fragen drängen sich auf: Wird die Ernte der Felder noch zu genießen sein, wenn sich das Klima weiter deutlich wandelt oder immer mehr genetisch manipulierte Pflanzen angebaut werden? Müssen wir jetzt oder in absehbarer Zeit die Zeche zahlen für das Ausnutzen der Natur und die Eingriffe in die Schöpfung?

Der Dichter Lothar Zanetti hat dafür folgende Worte gefunden.

Einmal wird uns gewiss
die Rechnung präsentiert
für die Luft, die wir geatmet haben
und den Blick auf die Sterne
und für alle Tage
und die Abende und Nächte.

Einmal wird es Zeit,
dass wir aufbrechen uns bezahlen.

Bitte die Rechnung.
Doch wir haben die Rechnung
ohne den Wirt gemacht:
Ich habe euch eingeladen,
sagt der und lacht.
Es war mir ein Vergnügen.

Zum Glück ist der Fortbestand der Schöpfung nicht von uns Menschen abhängig. Gott selber sorgt Tag für Tag dafür, dass seine Schöpfung weiter besteht. „Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.“ (1. Mose 8,22)

Gott ist es ein Vergnügen, uns Menschen in seiner Schöpfung leben zu lassen und zu versorgen. Uns sollte es ein Vergnügen sein, für alles was uns im vergangenen Jahr geschenkt wurde Gott „Danke“ zu sagen. Deshalb feiern wir Erntedank.
Gott ist es ein Vergnügen für uns zu sorgen. Das ist ein Geschenk und ein Segen. Darum gehen wir sorgsam mit der Schöpfung um. Das ist unsere Aufgabe.

Johannes Böttcher